Dächlein deck dich II

Neue Woche, neue Dienstreise. Und Pfusch Senior reizt sein Datenvolumen für das Versenden von Fotos gefährlich aus. Die dritte Gaube wird abgerissen und plötzlich ist auch das alte Vordach auf dem Treppenhaus verschwunden.  HAAAALLOOO, Balkon!! (Fast so wie in unserer Planung!)

Gleichzeitig kommt es im Nadelöhr Einfahrt zu ersten logistischen Problemen. Der alte Container ist voll und muss abgeholt werden. Denn am nächsten Tag wird eine riesige Materiallieferung (Dämmung und Holz fürs Dach) erwartet. Als der Containerdienst dann vor der Tür steht, um den Container einzuladen, steht da aber schon ein kleiner PKW, der den Weg versperrt. Und wo stehe ich? Im Hotel beim Frühstück in Erfurt. Ja, was soll ich denn da jetzt machen!? Der freundliche Polizist erreicht den PKW-Besitzer nicht und der Containerabholdienst muss (ohne Scheiß!) unverrichteter Dinge wieder abziehen. Aber wir haben Glück im Unglück. Auch die Materiallieferung kommt später. Als der Containerdienst zwei Tage später endlich den Container abholt, biegt der Sattelschlepper mit dem Material gerade um die Ecke. Da macht man was mit.

 

Die Dachdecker haben eine 6 Tage-Woche und turnen auch am Samstag noch eifrig auf dem Dach herum. Bei einem kleinen Smalltalk zwischen Bauherren und Dachdeckermeister kommt es dann allerdings zum Knall. Zitat: Ihr nehmt dann einfach die einfachste Glaswolle, stopft die zwischen die balken und dichtet das ganze dann mit Folie ab. Pfusch Senior, Fräulein Bibu und ich schauen uns ungläubig an, kommunizieren wortlos. „WIE BITTE? WIESO SOLLEN WIR DENN JETZT NACHDEM DAS GANZE DACH NEU EINGEDECKT UND GEDÄMMT WIRD NOCH MAL VON INNEN DÄMMEN? UND WIESO FOLIE?“ Ein wenig diplomatischer bitten wir um Erläuterung. Die folgt. die aufgebrachte Dämmung diene „lediglich“ der Wärmedämmung, die Glaswolle hätte noch einen zusätzlichen dämmeffekt auf Lärmimmissionen. Das hätte er in der Begehung auch so formuliert. Es wäre nicht zwingend notwenidg aber empfehlen würde er es. Wir sind ratlos. Ein Grund für die Entscheidung (neben Balkon, dann haben wir es richtig gemacht und Raumverlust) hinzu der Aufsparrendämmung  und Kompletteindeckung war es doch, dass wir die innere Dämmorgie umgehen wollten. Wir diskutieren, erläutern, dass wir ihn so nie verstanden haben, das uns diese Information komplett neu sei und einigen uns letztlich darauf, dass er die Arbeiten mit unserer Unterstützung noch übernimmt. Wir klemmen die Glaswolle zwischen die Sparren er macht es luftdicht. Damit können wir leben. Nach einer erneuten Sichtung des Angebots müssen wir uns dann auch eigngestehen (ohne ihm das mitzuteilen), dass hier nichts von einem luftdichten Abschluss geschrieben steht.

 

 

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