Hats geklingelt? Doorbird D2101v Resumée

Gegensprechanlagen sind teuer. Richtig teuer. Wenn man dann noch eine mit einer Videofunktion oder so haben will, ja dann. Tschau Kakau, wird es richtig teuer – zumindest wenn man auf die Platzhirschen setzt. Trotzdem fand ich die Idee so schön auf der Couch zu liegen und für den Fall, dass es klingelt mit einem Fingerwisch die Tür zu öffnen oder besser noch aus dem Büro heraus zu sehen wer denn da klingelt. Smart musste es also sein damit das Schreckensgpenst: „ihr Paket liegt in der Filiale und kann ab morgen 7:00 abgeholt werden“ nie mehr anklopft.. Nach „langem“ Recherchieren fiel meine Entscheidung auf die Gegensprechanlage der Firma Doorbird. Die Gründe, die letztens den Ausschlag gegeben haben, habe ich euch damals in einem knallharten Benchmark beschrieben. Siehe hierzu: Ding Dong im Smarthome

Nun sind bald zwei Jahre smartes klingeln vorbei und die Abrechnung steht an. Vorweg noch ein paar Worte zur Installation. Diese war nicht ganz so einfach wie ich mir das vorgestellt hatte und das lag nicht nur daran, dass ich vergessen hatte das alte Klingelkabel, das aus dem Keller zu alten Klingel führte zu „sichern“ oder anders gesagt. Das Kabel hing zwar noch im Keller aus der Wand, versteckte sich aber auf der Straßenseite hinter der frisch verputzen Fassade. Dumm gelaufen. So hätten wir nämlich aus dem Keller in einem undefinierbaren Winkel 2 Meter schräg nach oben bohren müssen, in der Hoffnung direkt an der Fassadenecke rauszukommen. Unmöglich. Und so wurde durch die Kellerdecke ins Wohnzimmer aber unterhalb der Dielen, durch die Hauswand…..long story short! MEGA ACTION! Das ganze Kabel und Klingeldraht anschließen war auch nicht so einfach wie gedacht weil man dann noch nen Trafo für Gleichstrom brauchte der den Summer an der Haustür bedient, dann noch einen mit Wechselstrom der den Summer am Tor bedient, ein Lan Kabel, dass den Strom und Daten an die Klingel liefert. Ein riesen Heckmeck und immer mit der Angst dass man das Lan Kabel bei der Odyssee durch Decke und Wand zerstört und alles für die Katz war. Am Ende ist mit mehreren „welches ist jetzt noch mal das grüne, welches das rote Kabel Versuchen“ alles gut gegangen und alle Summer wurden „akzeptiert“, die Kamera liefert Bilder und das Handy brummt, wenn es klingelt.

Bei der Gegensprech“modul“ habe ich natürlich geknausert und habe einfach drei alte iPad Mini an die Wand geschraubt und diese mit der App von Doorbird gefüttert. Und so klingelt es in jeder Etage auf dem Handy, auf dem iPad und dem Handy der Gattin.

Welche Sachen laufen gut, welche schlecht – hier die große Abrechnung:

Das überzeugt

  1. Die von uns gewählte Variante D201 besitzt über einen RFID Leser. Der ist Gold wert. So kann man die eigens erhältlichen Tado RFID Pöbbel am Schlüsselbund dranhängen und einfach beim Reingehen dranhalten. Die Automation ermöglicht, dass in meinem Fall erst das Tor summt und gleichzeitig auch die Haustür geöffnet wird (1 min). Ich habe mir neben dem Schlüssel auch noch eine RFID Karte in die Hülle von meinem Handy gesteckt, so dass ich ebenfalls das Handy an den Sensor halten kann. Definitiv eine Erleichterung und es ist sehr „beeindruckend“ wie schnell man diesen Zustand als „normal“ ansieht und genervt ist wenn man mal nen Schlüssel benutzen muss. Daneben kann man etliche weitere Token an Freunde und Familie rausgeben diesen eine Uhrzeit einstellen zu denen Sie ins Haus dürfen oder nur aufs Grundstück etc (Relais 1 und/oder Relais 2). Alles schon sehr cool.
  2. Auch sehr schön ist es dass man allen Geräten die angeschlossen sind unterschiedliche Ruhezeiten gönnen kann. So schläft Junior immer zwischen ca 13-15 Uhr und deswegen ist das iPad auf dieser Etage um diese Uhrzeit „stumm“ geschaltet.
  3. Ansonsten funktioniert die App, tut was sie soll und ist ziemlich simple gehalten.
  4. Die Fotos der letzten Besucher bzw Personen die geklingelt haben werden souverän aufgezeichnet. Nicht wirklich nützlich. Aber man bekommt mit wer denn den Klingelstreich getätigt hat als er/sie auf dem Weg in die Schule war. Außerdem kann man dem Müllmann beweisen, dass er eben nicht geklingelt hat. Alles etwas „denunziantisch“ aber gut – Überwachung braucht auch einen Angeklagten.
  5. Die Einstellungsmöglichkeiten (wenn man es darauf anlegt) in der App sind beeindruckend, man kann es mit anderen Sachen koppeln, Videos aufnehmen und auf einer NAS speichern etc.

Was gefällt mir nicht sooooo sehr:

  1. „Klingeltöne“ – wie schon bei dem Beginn der Handys ist auch der Beginn von SmartHome Klingeln die Anzahl der Klingeltöne begrenzt. So gibt es zwar viele verschiedene Klingeltöne aber entweder sie sind zu kurz oder sie sind zu lang. So kann es im Winter sein, wenn die Türen zum Flur geschlossen sind, wir das eine DING DONG nicht mitbekommen. Nutzen wir das andere Extrem sind wir genervt es 8!!! x DING DONGT und es noch weiterklingelt obwohl wir die Tür schon geöffnet haben. Will heißen hier wären ein paar eigene Soundmöglichkeiten charmant und vor allem, dass das Klingeln auf allen anderen Endgeräten aufhört wenn man die Tür öffnet.
  2. Automatismen – manchmal wenn man das Fahrrad reinschiebt, das Kind aus dem Anhänger holt, die Einkäufe auspackt oder einfach einem Schmetterling hinterherschaut und etwas schlendert reichen die 1 min nicht aus um vom Tor zur Haustür zu kommen und die Tür ist wieder verschlossen. Dann wird es richtig ärgerlich, da dann sein Handy rausholen, die App öffnen und dann die Tür manuell entriegeln muss. Das hört sich jetzt kleinkariert an, wäre aber so einfach zu lösen in dem man in der App erlaubt auch länger als 1 min die Tür offen zu lassen.
  3. Klingeln heißt schnell sein. Ich würde mal behaupten, dass es mindestens 1 Sekunde dauert bis es auf den Endgeräten klingelt nachdem die Klingeltaste getätigt wurde. Wenn dann auch noch die App hakt, und es dann noch mal 1-2 Sekunden dauert bis der „mach die Tür auf“ Befehl an den Summer gesendet wird, braucht der Besucher schon Geduld oder weiß dass jemand zu Hause ist. Hier wäre etwas mehr Schnelligkeit wünschenswert.
  4. Keine Shortcuts. Für jeden Mist gibt es auf den Handys Shortcuts in den App, die man sich auf den Homescreen oder so legen kann. Bei Doorbird nicht – das ist Schade. Denn gerne würde ich shortscuts wie „Tür öffnen“ oder Tor öffnen auch abseits der eigentlichen App durchführen-
  5. Die Sprachqualität ist sagen wir mal so: ich mach lieber gleich auf bis ausreichend.

Was bedeutet es, dass die negativ Punkte überwiegen. Für einen gewieften Lesen bestimmt viel. Für mich erstmal nichts, denn in Summe bin ich was Preis Leistung angeht vollends zufrieden. Das einzige was definitiv noch passieren muss, ist dass die Leute sich daran gewöhnen, dass man im Zweifel nicht zu Hause ist wenn man die Tür öffnet, eben deswegen keine Unterschrift leisten kann und darum bitte das Paket einfach vor die Tür zu legen.

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