Lückenfüller – unsere altzutollen Kellerwände

Machen wir uns nichts vor. Es ist wie es ist. Ein gesundes Haus steht auf einem gesunden Fundament (abgewandeltes Zitat aus Ich habe die Absicht, eine Mauer zu bauen). Deswegen werde ich an dieser Stelle erneut auf unseren Keller eingehen. Aber ich verspreche auch, dass der Keller nun das letzte Mal einen eigenen Beitrag kriegt – aber dafür, is klar, wird der letzte auch der längste!

Staub, Dreck und die Erkenntnis: NIE WIEDER!

Mitte April 2017 haben wir begonnen, die Kellerwände von Putz zu befreien. Das war notwendig, da der Putz schon ziemlich gesandet hat und eine Kellersanierung von außen für dauerhafte Trockenlegung finanziell nicht drin ist.

Der Putz hängt stellenweise allerdings seeehr fest an der Wand und ist an manchen Stellen mit Beton (?) vermischt. Andere Stellen, zugegeben die allerwenigsten, muss man nur schief anschauen und sie lassen ein großes Stück fallen. So heißt es für uns Schaben, Schlagen, Fluchen. Irgendwann kam ich dann auf die glorreiche Idee, den Oberputz erst nach dem Ausfugen mit meiner wundervollen Fugenfräse abzuklopfen. Denn: Dann ist schon ein großer Teil abgeplatzt. Trotzdem war es eine Höllenaufgabe. Aber ich habe den unbeugsamen Willen und das Durchhaltevermögen einer Bergziege gezeigt. Hier das Ergebnis:

Erst kaputt dann neu.

Neu verputzen wollten wir nicht (soweit kommt es noch), aber zumindest die Fugen mussten wieder befüllt werden. Die wundervolle Erfolgsgeschichte habe ich in dem Beitrag Meine neue Fugenpistole beschrieben. Ein paar Eindrücke gibts aber auch hier.

Und schwupp die Wupp sind seit dem ersten Hammerschlag knapp acht Monate vergangen. ACHT Monate!!!!! Ja, es gab mal einen Monat, da hat man vielleicht nichts gemacht, aber trotzdem. Ich frage mich, ob meine Motivationstechnik (Motto: Immer nur ein bisschen und dann was anderes, dann verliere ich nicht die Lust) wirklich das beste Vorgehen war. Denn acht Monate motiviert mich jetzt im Nachhinein überhaupt gar nicht.

Jungfräuliches Gewand

Als nächsten und letzten Schritt heißt es nun „Streichen“. Natürlich nicht mit handelsüblicher Zimmerfarbe, sondern mit Kalk. Der Kalk kann zwar leider nichts gegen feuchte Mauern tun, besitzt einen hohen pH-Wert, der in etwa bei 12 liegt. In solch alkalischer Umgebung haben Schimmelpilze kein Interesse sich niederzulassen, weshalb Kalk als weitgehend schimmelresistent gilt.
Wenn man kein grosser Fan des Streichens ist, dann wird man am Kalken auch keine Freude finden. Es „deckt“ erst beim trocknen und sowieso ist die Verarbeitung eher kompliziert. Insbesondere die bereits neu verlegten Heizung, Strom und Wasserleitungen machen die Arbeit undankbar und pfuschig. Aber wo keine Lust dort auch ein Senior und so finde ich den Keller eines Tages fertig gekalkt vor.

Das Ergebnis. Nun ja. An den meisten Stellen ist die Farbe gut abgetrocknet und es sieht tatsächlich schön aus. An anderen Stellen – meist im Sockelbereich – da wo es feucht ist – kommt die weisse Farbe des Kalkes nicht ganz durch. Drei Eimer haben wir noch und so wird es auf jeden Fall noch mal einen zweiten Anstrich geben. Wann? Das Jahr 2019 ist noch jung…

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